Spirulina – die Superfood-Alge

Jeder kennt die Superfoods Chia-Samen, Matcha-Tee und Acai-Beeren, aber schon mal was von Spirulina gehört? Wir erklären dir alles wichtige und wie gesund das besondere Lebensmittel wirklich ist.

Was ist Spirulina?

Spirulina ist eine Mikroalge, die getrocknet in Form von Tabletten, Pulver, Presslingen oder Flocken verkauft wird. Genauer genommen handelt es sich bei dem Superfood aber um eine Gattung der Cyanobakterien, früher auch als Blaualge bekannt. Cyanobakterien besitzen im Gegensatz zu Algen keinen echten Zellkern und sind somit nicht mit ihnen verwandt. Der Name Mikroalge wirkt irreführend, denn Spirulina ist eigentlich gar keine Alge, sondern ein Bakterium. 

Das Superfood ist ein natürliches Produkt und wächst in Süß-und Salzwasser. Für gewerbliche Zwecke wird Spirulina in angelegten Aquakulturen angebaut und anschließend weiterverarbeitet. Seine leuchtend grüne Farbe verdankt das Produkt seinem hohen Chlorophyll-Gehalt, denn die Mikroalge betreibt Photosynthese. Chlorophyll ist ein organischer Farbstoff, der den meisten Pflanzen ihre grüne Farbe verleiht. 

Wie gesund ist Spirulina?

Spirulina wird offiziell als Superfood bezeichnet. Lebensmittel mit dieser Bezeichnung werden besondere gesundheitliche Vorteile nachgesprochen und bei der Mikroalge hört dies nicht auf. Spirulina ist für seinen hohen Eiweißgehalt besonders bekannt, denn das Produkt besteht zu 60 Prozent aus Eiweiß. Es ist eine sehr gute Quelle für pflanzliche Proteine. 

Die Mikroalge ist auch sehr reich an verschiedenen B-Vitaminen, wie Vitamin B1, B2 und B3. Spirulina enthält auch relativ viele Vitamin B-12, die von Veganern oft supplementiert wird. Jedoch liegen diese Vitamine in einer Form vor, die größtenteils nicht vom menschlichen Körper aufgenommen werden kann. Ähnlich ist es auch beim enthaltenen Eisen des Superfoods. Es gibt aber viele andere wertvolle pflanzliche Eisenquellen, wie Leinsamen, Hülsenfrüchte oder Spinat. 

Es gibt eine Studie, die behaupten, dass Spirulina dabei hilft den Blutdruck zu senken. Ein zu hoher Blutdruck erhöht das Risiko für einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt erheblich. Angeblich soll ein halber Esslöffel am Tag schon zu Veränderungen bei Messungen geführt haben, jedoch sind solche Behauptungen immer mit Vorsicht zu genießen. Bei erheblichen Blutdruckproblemen ist ein Arztbesuch immer die beste Entscheidung. 

Eine besonders bekannte Eigenschaft von dem Superfood ist sein hoher Gehalt an Antioxidantien. Besonders hoch ist der Anteil an Phycocyanin. Er ist nicht nur mitverantwortlich für die besondere Farbe von Spirulina, sondern wirkt dazu noch entzündungshemmend. Antioxidantien fangen freie Radikale im Körper ein und töten diese ab. Somit soll das Superfood auch immunstärkend wirken und Erkältungen vorbeugen. 

Spirulina wird zugesprochen Schwermetalle aus dem Körper abtransportieren zu können und wirkt somit entgiftend. Die Mikroalge wird gerne für den Trend „Detox“ genutzt, in dem es darum geht Schwermetalle und andere Schadstoffe aus dem Körper zu bekommen. Der hohe Chlorophyll-Gehalt hilft dabei den Köper zu entgiften. 

Im Artikel „Spirulina: „Superfood“ ohne Wirkung?“ kannst du mehr zu den gesundheitlichen Mythen von Spirulina und deren Wahrheitsgehalt lesen. 

Wo kann man Spirulina erwerben und worauf ist zu achten?

Das Superfood ist mittlerweile so beliebt geworden, dass man es nicht nur im Internet, sondern auch in Reform-und Bioläden finden kann. Es wird als Pulver, Flocken, Pressling oder Tabletten verkauft. Sehr beliebt sind Superfood-Smoothies mit Spirulina, da es dem Getränk eine besondere Farbe verleiht und besonders gesund sein soll. Es gibt aber auch viele Anbieter online, die das Produkt in verschiedenen Formen verkaufen. Bevor man was kauft, sollte man sich immer genügend informieren und vorher entscheiden zu welchen Zwecken man die Mikroalge erwerben will. 

Generell gibt es keine Qualitäts-Standarte für Spirulina-Produkte. Bei der Herstellung können Schadstoffe wie Toxine oder Schwermetalle mit in das Produkt kommen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte zu rückstandskontrollierter Ware in Bio-Qualität greifen. Laut der deutschen Verbraucherzentrale geben Anbieter aus dem Ausland meist weniger Auskunft über die Herkunft und Verarbeitung ihrer Produkte, daher ist es lohnenswerter bei lokalen Unternehmen zu kaufen. Generell gilt immer, dass man sich über den Anbieter und die Qualität seiner Produkte erkundigen sollte, bevor man viel Geld ausgibt. 

 

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