Tofu – alles was du wissen musst

Tofu ist ein Klassiker in der veganen Küche, egal ob angebraten oder weiter verarbeitet. Du willst auch mal Tofu zubereiten, aber weißt nicht genau wie du das machen sollst? Dann folge unserem einfachen Tofu-Guide, damit dein nächstes Tofu-Gericht ein voller Erfolg wird!

Was ist Tofu?

Das chinesische Wort „Tofu“ bedeutet „geronnene Bohnen“ und im Grunde besteht er auch genau daraus. Tofu ist nämlich einfach Quark aus Sojamilch, weshalb er auch „Bohnenquark“ genannt wird.  

Wie wird er hergestellt?

Als erstes werden Sojabohnen in Wasser eingeweicht, gemahlen und anschließend ausgepresst. Die entstandene Flüssigkeit ist die bekannte Sojamilch. Diese wird dann zu Tofu weiterverarbeitet. Dafür wird sie erhitzt und mit Gerinnungsmittel versetzt. Die Sojamolke wird ausgesiebt und ausgepresst. Dabei entrinnt das Gerinnungsmittel wieder und was übrig bleibt ist der fertige Tofu.

Die verschiedenen Tofu-Sorten

Oftmals ist man sich nicht sicher welchen Tofu man für ein Rezept wählen sollte. Hier sind die gängigsten Tofu-Sorten vorgestellt.

1. Naturtofu

Die allgemein bekannteste Tofu-Sorte ist der Naturtofu. Er ist schnittfest und universell einsetzbar. Du kannst ihn einlegen und anbraten, daraus rühreiähnlichen Rührtofu machen oder im Backofen knusprig backen. Solange kein spezieller Tofu bei Rezepten gefragt ist, solltest du immer zu Naturtofu greifen. Dank seinem neutralen Geschmack kannst du ihn weiterverarbeiten, wie es dir am besten schmeckt. Wichtig ist nur, dass du ihn immer vorher auspresst. 

 

2. Räuchertofu

Als Veganer vermisst du Speck ganz besonders? Dann solltest du es mit Räuchertofu versuchen. Durch das Räuchern bekommt er einen besonderen Eigengeschmack und eignet sich ideal als Speckalternative. Im Gegensatz zum Naturtofu ist er noch fester und schmeckt natürlich auch anders. In veganer Spagetti Carbonara oder in dünnen Scheiben als Brotbelag schmeckt er besonders gut. 

Er eignet sich auch ideal als Topping auf dem Flammkuchen. Probiere es selbst aus mit unserem Rezept für veganen Flammkuchen.

Veganer Flammkuchen

3. Seidentofu

Seidentofu ist im Vergleich zu anderen Tofu viel weicher und hat eine puddingartige Konsistenz. Dies kommt daher, dass der Wassergehalt viel höher ist als bei anderen Tofu-Sorten. Besonders oft wird er in süßen Gerichten verarbeitet, wie Käsekuchen oder Mousse au Chocolat. Seidentofu lässt sich ähnlich wie Quark verarbeiten und hat püriert auch die gleiche Konsistenz. Als Basis für cremige Saucen eignet er sich auch ideal. 

4. Gewürzter Tofu

Wenn du dir nicht zutraust Tofu zu marinieren oder es einfach mal schnell gehen muss, dann kannst du zu gewürztem Tofu greifen. Diese Variante ist schon fertig mariniert und gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Es gibt verschiedene Sorten, wie mediterranen Kräuter-Oliven Tofu, den du zu deiner Pasta geben kannst oder fruchtig-asiatischen Mango-Curry Tofu, der sehr gut mit gebratenem Gemüse schmeckt. 

5. Fermentierter Tofu 

Fermentierter Tofu hat im Gegensatz zu den anderen Tofu Sorten einen leicht säuerlichen Geschmack. Das kommt von der Fermentation, denn bei diesem Prozess werden dem Tofu Milchsäurebakterien zugefügt. Das macht ihn im Endeffekt sogar bekömmlicher. Fermentierter Tofu wird von einigen Anbietern als veganer Feta angepriesen.  

Wie bereitet man Tofu richtig zu?

Zwar ist jetzt bekannt was Tofu genau ist und welche Sorten es gibt, aber wie bereitet man ihn richtig zu? Mit diesen Schritten wird dein nächster Tofu knusprig, würzig und unglaublich lecker. 

Schritt 1

Wenn du willst, dass dein Tofu knusprig wird, ist es sehr wichtig ihn vorher richtig auszupressen. Tofu enthält noch einiges an Flüssigkeit, die beim anbraten entweichen wird. Dadurch wird er in der Pfanne weicher, aber nicht knusprig. Presse ihn vorher 30 Minuten lang richtig aus. 

Dafür nimmst du dir eine Unterlage deiner Wahl, auf die du reichlich Küchenrolle legst. Darauf kommt dann dein Tofu, noch eine Lage Küchenrolle und oben drauf noch ein größeres Schneidebrett. Damit der Tofu auch richtig ausgepresst wird, stelle einige schwere Gegenstände, wie volle Dosen oder Gläser auf deine selbstgebaute Tofu-Presse. Nach einer halben Stunde wirst du sehen wie viel Wasser noch aus dem Tofu ausgetreten ist. 

Schritt 2

Damit der geschmacksneutrale Tofu richtig lecker wird, ist es wichtig ihn zu marinieren. Bei der Marinade kannst du selbst entscheiden was dir am Besten schmeckt. Damit der Tofu besonders lecker wird, sollte man ihn über Nacht in der Marinade stehen lassen. Einige Stunden reichen aber auch. Desto länger er mariniert, desto intensiver wird auch anschließend der Geschmack. 

Wenn du Ideen für die perfekte Tofu-Marinade brauchst, dann lass dich von unseren tollen Rezepten inspirieren. 

Die besten Tofu-Marinaden

Schritt 3

Nun kommen wir zum anbraten. Damit der Tofu kross wird, ist es wichtig reichlich Öl zu benutzen. Das Öl ist nicht nur Geschmacksträger, sondern sorgt für eine knusprige Kruste. Auch beim backen, sollte der Tofu vorher mit Öl bepinselt werden. 

Kleiner Tipp: Der Tofu wird besonders knusprig, wenn du ihn vorm anbraten in Stärke wälzt. 

Mit diesen Schritten wird dein nächster Tofu garantiert ein Geschmackserlebnis. 

Rezepte mit Tofu

Du brauchst noch ein paar weitere Inspirationen, wie du am besten mit Tofu kochst? Kein Problem, dafür haben wir einige super leckere Rezepte auf Lager. 

Tofu-„Rührei“

Tofu-„Rührei“

Rühreiähnliches Tofu? Ja das geht. Probiere unser leckeres Rezept für veganes Rührei aus. Durch das Kala Namak Salz, kriegt der Tofu einen schwefligen eiartigen Beigeschmack. 

Tofu süß-sauer

Tofu süß-sauer

Du hast keine Lust oder keine Zeit deinen Tofu vorher einzulegen? Dann probiere es doch mit unserem Rezept für Tofu süß-sauer aus. Knuspriger Tofu in einer leckeren süß-sauer Soße, wie im Restaurant oder Imbiss. Schnell und einfach selbst gemacht.

Räuchertofu-Sesamsticks 

Es wird langsam wieder warm und damit fängt auch die Grillsaison an. Mit unserem Rezept für Räuchertofu-Sesamsticks hast du eine neue Inspiration für den nächsten Grillabend mit Freunden. 

Vegane Grill – Ideen

Flammkuchen mit Räuchertofu

Ein perfektes Beispiel dafür, wie du Räuchertofu als Speckersatz nutzen kannst, ist unsere Kochanleitung für veganen Flammkuchen. Du kannst den Teig ganz einfach selbst machen und den Räuchertofu als leckeres Topping auf den Flammkuchen tun. 

Veganer Flammkuchen

 

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