Es gibt viele Gründe für eine pflanzliche Ernährung. Wir haben die häufigsten unter die Lupe genommen.  

1. Tierleid wird nicht mehr unterstützt

Die meisten Menschen werden Veganer, weil sie das Tierleiden nicht mehr unterstützen möchten. Vegetarier tun das mit ihrer Ernährung leider nicht unbedingt zwangsläufig. Kauft man Bioeier sind diese nicht frei von Kükenschreddern und Co. Beispielsweise werden immer noch jedes Jahr 50 Millionen männliche Küken vergast. Das liegt daran, dass sie als Nebenprodukt der Eierindustrie selbst keine Eier geben können und für die Fleischindustrie zu wenig Fleisch ansetzen. Da die Brütereien selbst keiner Biokontrolle unterliegen, werden auch für die „besseren“ Bioeier männliche Küken getötet.

2. Du fühlst dich besser

Ich meins ernst. Wenn du erst einmal anfängst, dich pflanzlich zu ernähren, wirst du dich gesünder fühlen. Das verwundert kaum, wenn man weiß, dass in tierischen Produkten oftmals Steroide, Antibiotika, Hormone und Pestizide zu finden sind. Offensichtlich nicht gesund – sich aber als Konsequenz vermehrt pflanzlich zu ernähren machen nur wenige. Und nebenbei wird das Risiko für Herzinfarkte und Diabetes gesenkt. Du bist was du isst – sagt man doch so schön.

3. Umweltschutz

Behält man das große Ganze im Blick, muss man auch den Umweltschutz als Argument für eine pflanzliche Ernährung anführen. Denn die Landwirtschaft ist immerhin für 7,8 % aller Treibhausgase verantwortlich. Die vegane Lebensweise ist also die umweltfreundlichste.

4. Erweiterter Horizont

Ein Punkt, den viele zu Beginn einer pflanzlichen Ernährung noch nicht auf dem Schirm haben ist, dass sie den Horizont erweitert. Wenn man einmal mit einer überwiegend pflanzlichen Ernährung angefangen hat, überdenkt man oft auch sein Konsumverhalten in anderen Bereichen. Das kann sich auf Kleidung, aber auch auf das Bewusstsein beziehen, weniger zu fliegen und öfter das Fahrrad zu nehmen.

5. Statement gegen den Welthunger

Du setzt ein Statement gegen den Welthunger. Huch, Welthunger? Ich ernähre mich doch wegen der Tiere pflanzlich, wirst du jetzt vielleicht sagen. Ja, Tierschutz ist gut und unglaublich wichtig. Aber wir Menschen eben auch. Und da liegt das Problem. In der Dritten Welt werden riesige Soja – und Getreidefelder angebaut. Doch statt eben diese Erzeugnisse an die dort lebenden, oftmals hungernden Menschen zu verteilen, wird das Nahrungsmittel als Tierfutter in die Industrieländer importiert. Du kannst also entscheiden. Ein paar Sekunden Geschmackserlebnis gegen den Hunger der Welt. 

6. Kulinarische Bereicherung

Jeder, der sich pflanzlich ernährt, kennt´s. Dumme Sprüche darüber, was man denn jetzt noch essen könne. Dabei macht eine pflanzliche Ernährung den Speiseplan wesentlich interessanter. Während man als Omnivore oder Vegetarier morgens Müsli mit Milch, mittags die mit Käse überbackene Lasagne und abends das Käsebrot isst, kommt der Speiseplan eines Veganers vielseitiger daher. Man lernt Gemüse, Obst und Getreidesorten kennen, die man bis dato nie gehört hat. Und dadurch wird auch das Kochen kreativer.

7. Mehr Wissen über Ernährung

Du lernst viel über Ernährung, weil du dich mehr mit deiner eigenen Ernährung beschäftigst. Als Veganer musst du beispielsweise darauf achten, genügend Vitamin B12 zu dir zu nehmen. Dieses Bewusstsein führt aber gleichzeitig auch dazu, dass du mehr über Ernährung lernst. Plötzlich beschäftigt man sich damit, welche Nährstoffe der Mensch braucht und wie gesunde Ernährung funktioniert.

8. Abnehmen wird einfacher

Du kannst schneller abnehmen. In Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte sind mehr Ballaststoffe und Wasser enthalten. Diese sättigen und verhindern ganz nebenbei Heißhungerattacken. Eine pflanzliche Ernährung kann demnach beim Abnehmen unterstützen.

9. Man hat mehr Energie

Du hast mehr Energie. Manch einer kennt es aus einer omnivoren Ernährung. Isst man zu viel fett – und fleischlastige Lebensmittel, können Müdigkeitsphasen oder auch „Fresskoma“ eintreten. Man kann sich nicht mehr konzentrieren, fühlt sich müde und schläfrig. Dieses Problem bleibt dir bei einer pflanzlichen Ernährung erspart.

10. Besser für den menschlichen Körper

Was genau meine ich damit? Vergleicht man den Verdauungstrakt und den Speichel des Menschen mit den von anderen Lebewesen, entspricht unser „System“ mehr dem von Pflanzenfressern. Während bei Allesfressern die Verdauung erst im Magen beginnt, müssen wir unsere Nahrung kauen. Unser Speichel enthält nämlich – wie bei allen Pflanzenfressern – Enzyme, die den Abbau von Stärke beim Kauen ermöglichen. Warum also Fleisch essen?

Gesche Graue