Einen traumhaften Gewürz-Adventskalender selbst zusammenstellen

Du suchst noch einen einzigartigen Adventskalender als Geschenk für jemanden, der gerne kocht oder sich gerne in Sachen Kochen mehr ausprobieren möchte? Wie wäre es denn mit einem ganz besonderen Adventskalender voller Gewürze? Er ist viel einzigartiger als ein Standard-Adventskalender, der mit Schokolade gefüllt ist! Jeder, der sich fürs Kochen interessiert, weiß, wie wichtig Gewürze sind und wie viel sie in einem Gericht ausmachen. Sie verleihen vielen veganen Gerichten wundervollen Geschmack. Doch nicht nur Veganer*innen können sich an so einem Adventskalender erfreuen – das kann jeder, der sein Essen gerne genießt. Mit 24 verschiedenen Gewürzen und getrockneten Kräutern wird dieser persönliche Adventskalender wirklich alles beinhalten, um köstliche Gerichte aller Art zu zaubern!

An kalten Wintertagen ist es schön, in einer lebendigen, warmen Küche zu stehen. Mit etwas Weihnachtsmusik und den herrlichen Gerüchen, die durch die verschiedensten Gewürze ausgelöst werden, lässt sich der Dezember gut überstehen! Neben dem tollen Geschmack und den Aromas, die sie beitragen, können Gewürze auch insgesamt das Wohlbefinden steigern und viele von ihnen haben vorteilhafte gesundheitliche Wirkungen – deswegen lohnt es sich, nicht zu zurückhaltend mit ihnen zu sein und sich damit auszuprobieren!

Hier findest du also eine Liste von 24 unterschiedlichen Gewürzen und getrockneten Kräutern, die du zusammensuchen und liebevoll zu einem persönlichen Adventskalender mit dem gewissen Etwas verpacken kannst. Die Reihenfolge kannst du beliebig festlegen, das hier ist lediglich eine alphabetisch angeordnete Sammlung, um den Überblick zu erleichtern!

Zudem stehen in diesem Beitrag auch noch immer kleine beschreibende Texte, die du gerne abschreiben oder abwandeln und in den Kalender zu dem jeweiligen Gewürz packen darfst, sowie Vorschläge, wofür man die jeweiligen Gewürze und Kräuter beispielsweise verwenden könnte, falls man sich vielleicht noch nicht gut damit auskennt. Tipp: Man kann auch einfach den Namen eines Gewürzes in unsere Suchleiste auf Hello Vegan geben und schon taucht jedes Rezept auf, in dem das Wort vorkommt! So kann man ganz einfach Inspiration sammeln.

Also auf geht’s, der Dezember kommt immer näher! Mach jemandem, der dir nahe steht, eine Freude! Oder beschenke dich selbst zur Weihnachtszeit mit diesen Gewürzen  – warum denn nicht?

1. Anis

Man kennt das lakritzartige, süßlich-herbe Gewürz aus diversem Gebäck und als Brotgewürz. Viele Süßspeisen werden damit verfeinert – doch z. B. in der arabischen und indischen Küche wird es auch viel in deftigen Gerichten eingesetzt. Es eignet sich gut für solche Gerichte, denn es wirkt beruhigend auf den Magen und verdauungsfördernd. Zudem wirkt es auch noch schleim- und krampflösend!

In diesem Rezept für Stockbrot ist das Gewürz enthalten – man kann das gemahlene Gewürz oder diese Mischung allerdings für jedes beliebige Brot nehmen und muss dafür nicht an einem Feuer sitzen! Und in einer selbst zusammengemischten Spekulatius-Gewürzmischung darf Anis auch nicht fehlen. Diese Gewürzmischung ist übrigens auch ein tolles Geschenk zur Adventszeit!

2. Basilikum

Ein in der italienischen Küche extrem beliebtes und vielseitig einsetzbares Kraut ist der Basilikum! Bei einer leckeren Pizza eignet er sich super zum Garnieren und auch in Pesto darf er nicht fehlen. Während er dort frisch verarbeitet wird, ist auch der getrocknete Basilikum eine gute Option, um den Geschmack von Gerichten zu verfeinern. In der getrockneten Form ist der Geschmack noch intensiver, demzufolge braucht man dann weniger davon. Basilikum ist entzündungs- und schmerzlindernd und enthält außerdem einige Vitamine und Mineralstoffe, wie z. B. Vitamin K, Calcium und Eisen.

Lecker schmeckt er z. B. in dieser Pasta mit Tomaten-Sahne-Sauce und sehr vielen anderen Pastagerichten, oder beispielsweise auch in proteinreichen Kichererbsen-Quinoa-Patties oder Pizzaschnecken!

3. Chilipulver 

Chilipulver ist gerade für Leute, die gerne scharf essen, ein wichtiges Gewürz. Doch auch wenn man kein großer Fan von Schärfe ist, kann auch nur ein bisschen von diesem Gewürz viel in einem Gericht ausmachen, ohne überwältigend zu sein. Eine sehr ähnliche Wirkung hat der Cayennepfeffer – diese Gewürze kann man im Prinzip beliebig austauschen, deswegen werden sie hier auch zusammen aufgelistet. Der Unterschied zwischen den beiden ist, dass Chilipulver normalerweise eine Gewürzmischung ist, während Cayennepfeffer direkt aus Chilischoten (Sorte Cayenne) gewonnen wird. Doch beide schmecken ähnlich, sehen ähnlich aus und haben außerdem ähnliche gesundheitliche Wirkungen: Sie sind gut für die Durchblutung, den Kreislauf, den Appetit, die Verdauung und helfen bei Blähungen. Zudem wirken sie antibakteriell und gut gegen Erkältungen!

Es gibt also – gerade im Winter – mehr als genug Gründe, das Essen auch mal ein wenig schärfer zu probieren. Das geht z. B. mit einem wärmenden afrikanischen Erdnusseintopf, selbstgemachtem Seitan, veganem Chili con „Carne“ oder dem indischem Kichererbsen-Curry Chana Masala!

4. Currypulver 

Currypulver ist eine Gewürzmischung, die ebenfalls jeder, der es scharf mag, in seiner Sammlung braucht! Doch auch wie bei dem Chilipulver können Leute, die eher mildes Essen mögen, trotzdem Currypulver in ihren Gerichten genießen – das Pulver muss nicht hochdosiert sein und brennen, um dem Essen seine einzigartige Geschmacksnote zu verleihen! Zudem ist Curry entzündungshemmend und wirkt auch Blähungen und Vollegefühl entgegen.

Gerade in der asiatischen Küche wird dieses Gewürz viel eingesetzt – beispielsweise in thailändisch inspirierten Currys wie diesem, oder auch indischen wie diesem! Doch auch in einer guten deutschen (veganen) Currywurst darf das Pulver natürlich niemals fehlen – es steht ja schon im Namen! Auch einige Snacks, wie z. B. Kürbis-Chips oder geröstete Kichererbsen können durch die besondere würzige Geschmacksnote schön verfeinert werden.

5. Fenchelsamen

Man kennt Fenchel als Gemüse und in Form von Tee, der den Magen beruhigt, doch Fenchelsamen sind auch ein aromatisches Gewürz! Sie enthalten viele Vitamine und der Geschmack, der durch die enthaltenen ätherischen Öle entsteht, ist angenehm würzig und süßlich.

Fenchel wird gerne für Fleisch- und Fischgerichte verwendet und kann demzufolge auch gut für Ersatzversionen benutzt werden, doch auch zu Gemüse und in Suppen schmeckt er sehr gut. Außerdem gehört er neben Anis, Kümmel und Koriander zu den beliebtesten Brotgewürzen, wie man oben schon in dem Stockbrot-Rezept gesehen hat! Man kann diese Gewürze jedoch zu jedem Brotteig dazugeben, wenn es nicht gerade die Jahreszeit für Stockbrot ist. Apropos Jahreszeit: Gut zum Winter passt auf jeden Fall ein leckerer Kürbis-Braten, in dem auch Fenchelsamen verwendet werden! Und auch in der bereits erwähnten Spekulatius-Gewürzmischung dürfen sie nicht fehlen. 

6. Garam Masala

Eine tolle, traditionelle Gewürzmischung aus der indischen Küche heißt Garam Masala. Sie wird aus vielen verschiedenen Gewürzen zusammengestellt, demzufolge ist es auch möglich, das selbst zu tun, doch der Prozess ist etwas aufwendig und man bekommt in Deutschland auch nicht immer alles so einfach in die Hände, was dazugehört! Deswegen gibt es das bei uns zum Glück ganz einfach als Gewürzmischung zu kaufen, damit in selbstgemachten indischen Gerichten nie etwas fehlt. Garam Masala ist würzig, süßlich, bitter und feurig zugleich – ein wahres Geschmackserlebnis.

Garam Masala gehört in viele verschiedene Currys und auch viele andere indische Gerichte. So kann man z. B. ein Linsen-Dal oder alle möglichen indischen Vorspeisen oder Snacks, wie z. B. diese Backofen-Pakoras, damit zubereiten! Sehr lecker ist auch geröstetes oder gebratenes Gemüse, wie z. B. Blumenkohl, mit Garam Masala gewürzt – das ist schnell zubereitet und hat das gewisse Etwas, was einer Gemüsebeilage vielleicht sonst fehlt! 

7. Ingwer

Als Nächstes widmen wir uns dem fruchtig-scharfen Ingwer! Während sich die frische Ingwerwurzel gerade in z. B. Tees oder Getränken wie Immunsystem-Shots oder Mango-Lassi sehr gut macht, ist auch das gemahlene Gewürz schön kräftig und lässt sich vielseitig in Rezepten einsetzen! Zudem ist Ingwer bekanntlich sehr gut für das Immunsystem, den Kreislauf und als Hausmittel gegen Übelkeit.

Sich selbst von dem unwiderstehlichen Geschmack von Ingwer überzeugen kann man z. B. mit veganen Dumplings, einer Quinoa-Gemüse-Pfanne, oder auch vielen diversen Currys, wie z. B. das indische Aloo Gobi Masala. Frischen Ingwer kann man in der Not immer mit dem gemahlenen Gewürz ersetzen; demzufolge ist es gut, das zu haben! Gemahlener Ingwer ist auch für Backwaren, gerade weihnachtliche, super, wie bei diesen Möhren-Muffins oder diesen amerikanischen Ginger Cookies!

8. Kardamom

Ein wichtiges Gewürz, welches gut zur Weihnachtszeit passt, ist der scharf-süßliche Kardamom. Zusammen mit dem gerade erwähnten Ingwer und ein paar anderen Gewürzen bildet er einen wichtigen Bestandteil der Gewürzmischung, die in indischem Chai-Tee zu finden ist – eine Geschmacksrichtung, die in den letzten Jahren große Beliebtheit gefunden hat.

Passend dazu haben wir z. B. ein Rezept für Chai-Granola. Auch in Zimtmuffins macht sich Kardamom gut – man merkt vielleicht schon, dass Zimt und Kardamom sich gut vertragen. Und auch in leckeren, süßen Empanadas darf Kardamom nicht fehlen. Das Gewürz ist ebenfalls viel in indisch gewürztem Essen zu finden – probiere es doch mal, Reis zusammen mit Kardamomkapseln zu kochen, damit sie ihr Aroma abgeben! Das Gewürz gibt es ganz oder gemahlen; man sollte die ganzen Kapseln allerdings nicht essen. Kardamom ist gut für den Kreislauf, die Verdauung und er ist blähungs- und entzündungshemmend. Außerdem soll er sich sogar positiv auf die Stimmung auswirken können! Wie viele Gründe braucht man noch, sich mit diesem Gewürz anzufreunden?

9. Knoblauch

Viele Gerichte wären ohne Knoblauch unvollständig – und den gibt es auch in gemahlener Form. Ob du keinen frischen Knoblauch da hast, zu wenig davon verwendet hast und nachwürzen möchtest, oder lediglich den etwas weniger scharfen Geschmack der Pulverversion bevorzugst – es lohnt sich, Knoblauchpulver für herzhafte Gerichte immer parat zu haben! Knoblauch enthält viele Vitamine und wirkt blutdruck- und cholesterinsenkend sowie schleimlösend.

Er eignet sich im Geschmack sehr gut für herzhaftes Essen, wie z. B. Zwiebelringe oder diese vegane Alternative zu Speck aus Möhren. Auch Breadsticks werden geschmacklich gut damit ergänzt, genauso wie Zucchini-Sticks und viel, viel mehr. Knoblauchliebhaber wie ich verwenden ihn gerne in so gut wie jedem herzhaften Gericht!

10. Koriander

Dies ist ein Kraut, das es in unterschiedlichen Formen gibt: Viele kennen frischen Koriander, welcher oft in asiatischem, orientalischem und lateinamerikanischem Essen benutzt wird. Dieser unterscheidet sich jedoch von dem getrockneten Korianderpulver, welcher nicht aus den Blättern, sondern aus den getrockneten Früchten der Pflanze gewonnen wird und ganz anders schmeckt als der frische. Er wird viel in Currys o. Ä. verwendet, aber auch z. B. in Weihnachtsgebäck oder als Brotgewürz. Koriander ist sehr gesund; er wird als Heilpflanze verwendet und auch als natürliches Antibiotikum bezeichnet.

Korianderpulver findest du z. B. auch in Aloo Gobi Matar oder indischem Naan-Brot. Er schmeckt auch auf leckeren selbstgemachten Gemüsechips und ist ebenfalls Bestandteil der weihnachtlichen Spekulatius-Gewürzmischung.

11. Kümmel

Kümmel ist ein Gewürz, das viele in Deutschland kennen, weil es sehr gerne z. B. beim Brotbacken oder auch in Kartoffelgerichten eingesetzt wird. Doch auch andere Kulturen, z. B. die indische oder mexikanische, verwenden es sehr viel. Es wird auch nochmal zwischen Kümmel und Kreuzkümmel unterschieden – Kreuzkümmel schmeckt dabei etwas milder. Beide Sorten wirken appetitanregend und durch den hohen Ballaststoffgehalt auch verdauungsfördernd, weswegen sie sich gerade bei deftigen Gerichten gut eignen.

Rezepte mit Kümmel, die wir euch empfehlen können, sind z. B. mexikanische Refried Beans, vegane Quesadillas, vegane Samosas, einen indischen Raita-Dip oder auch klassische Falafel! Oder gebe doch einfach etwas Kümmel zu deinem nächsten selbstgemachten Brotteig dazu.

12. Kurkuma

Ein Gewürz, das dein Essen nicht nur gelb färbt, sondern auch seine einzigartige Geschmacksnote sowie seine gesundheitlichen Wirkungen (entzündungshemmend, antioxidativ, magenstärkend und verdauungsfördernd) beiträgt, ist Kurkuma. Es wird sehr gerne vor allem in der indischen Küche verwendet, aber auch andere Gerichte werden dadurch bereichert!

Beispiele für Gerichte, die mit Kurkuma verfeinert werden, sind dieses Mango-Kürbis-Curry, ein veganes „Chicken“ Curry oder dieser herzhafte Haferbrei. In veganen Versionen von Eigerichten eignet sich das Gewürz gerade wegen der Farbe auch sehr gut, z. B. für Tofu-„Rührei“ oder vegane Quiche!

13. Lorbeerblätter

Ein Geheimtipp, um Gerichten in Sachen Geschmack eine Schippe draufzulegen, ist das Lorbeerblatt– ein getrocknetes Blatt des Lorbeerstrauches, das z. B. Suppen, Eintöpfe, Saucen und Nudelgerichte verfeinert. Lorbeer wird ebenfalls als Heilpflanze verwendet, denn die darin enthaltenen ätherischen Öle wirken vielen Erkrankungen entgegen. Beim Kochen wird das getrocknete Lorbeerblatt ganz in das Gericht getan – dabei reicht schon ein Blatt für 1 Liter Gemüsebrühe aus – und vor dem Essen wieder herausgenommen, denn das Blatt sollte nicht mitgegessen werden. Der Geschmack ist in der Konzentration sehr bitter und auch die Konsistenz ist nicht appetitlich. Doch das Aroma des Lorbeerblatts entfaltet sich wunderbar, indem man es mitkocht und zum Schluss einfach herausnimmt!

Ein Lorbeerblatt ergänzt den Geschmack einer Minestrone, einer Gemüsesuppe oder diversen Pastagerichten, wie z. B. diese Spaghetti mit veganen „Fleischklößchen“, perfekt.

14. Muskat

Dem Gewürz Muskat wird zugeschrieben, dass es unter anderem gut gegen Übelkeit wirkt. Doch auch gegen Entzündungen, Schlaflosigkeit und sogar Herzschwäche soll es wirksam sein. Es ist zwar auch ein exotisches Gewürz, doch eins, das in Deutschland bekannt ist! Der intensive Geschmack darf in einem leckeren Kartoffelbrei, Spinat oder in diversen Suppen nicht fehlen, und auch in süßen Speisen, z. B. einem weihnachtlichen Lebkuchen, ist er unerlässlich. Muskat unterscheidet sich in Muskatnuss und Muskatblüte (auch Macis genannt); dabei ist die Muskatblüte etwas milder und sanfter im Geschmack. Prinzipiell kannst du die eine gemahlene Form mit der anderen ersetzen, je nachdem, was du da hast oder worauf du Lust hast!

Probiere mal einen leckeren, herzhaften Shepherd’s Pie, dessen Kartoffelbrei-Schicht mit Muskat verfeinert wird (auch normaler Kartoffelbrei verträgt Muskat wunderbar)! Oder soll es doch eher eine Suppe mit Muskat, z. B. diese Kürbissuppe oder diese Rote-Bete-Suppe sein? In diesen Fällen gilt es, das Gewürz erst zum Ende hin dazuzugeben, damit das Aroma bestmöglich erhalten bleibt! Auch in selbstgemachten Schupfnudeln macht sich Muskat gut  – wir wissen ja bereits, dass sich das Gewürz geschmacklich mit Kartoffeln verträgt! Ein Kürbiskuchen oder die bereits erwähnten weihnachtlichen Möhren-Muffins schmecken damit auch wunderbar. Man sieht, das Gewürz ist vielfältig!

15. Nelken

Lass uns als Nächstes zu Nelken übergehen. Sie sind süßlich und würzig zugleich und haben, wie die meisten der bereits aufgeführten Gewürze, positive Auswirkungen auf die Gesundheit – z. B. sind sie auch verdauungsfördernd, blähungshemmend, entzündungslindernd und helfen sogar bei Zahnschmerzen! Eine schöne Alternativoption gibt es auch, nämlich Piment. Piment wird auch Nelkenpfeffer genannt, denn der Geschmack erinnert stark an Nelken, mit einer etwas würzigeren, pfeffrigen Note.

Beide Gewürze lassen sich ähnlich einsetzen und harmonieren auch sehr gut in Kombination mit z. B. Muskat, Zimt oder Ingwer. Nelken passen auch sehr gut zu Kürbisgerichten: Wie wäre es z. B. mit leckeren Kürbis-Waffeln oder einem Kürbis-Braten? Auch in Falafel schmecken Nelken sehr gut, auch wenn man vielleicht nicht direkt darauf kommen würde!

16. Oregano

Lass uns nun mal wieder zu etwas ganz anderem übergehen, und zwar zu einem getrockneten Kraut, das in einer Küche nicht fehlen darf! Oregano ist ein sehr beliebtes Gewürz, gerade im mediterranen Raum. Doch auch in anderen Küchen, z. B. in der mexikanischen, wird es gerne verwendet. Das etwas herbe Kräuter ist jedoch sehr stark mit dem mediterranen Raum verbunden – gefühlt jedes italienische Gericht wird damit zubereitet! Und wer liebt italienisches Essen nicht? Oregano wird außerdem auch als Heilpflanze verwendet, denn es wirkt entzündungshemmend, verdauungsfördernd und stärkt das Immunsystem!

Ein paar der vielen möglichen Gerichte, die man mit Oregano zubereiten kann, sind z. B. ein italienischer Bohneneintopf, veganes Chili, eine leckere gebackene Ratatouille oder eine vegane Bolognese sowie gefühlt jedes andere Pastagericht! Mit Oregano kann man sich wirklich austoben; auch eine selbstgemachte Pizzasauce wird damit auf ein neues Level gehoben!

17. Paprikapulver

Für eine pikante Note im Essen ist Paprikapulver das perfekte Gewürz. Das Pulver wird aus scharfen Paprikaschoten gewonnen und es wird in unterschiedlichen Geschmacks- und Schärfegraden angeboten, je nachdem, wie mild oder würzig man es gerne hätte. Paprika soll gut gegen Erkältungen sein und gerade die schärferen Sorten auch gut für die Verdauung und den Appetit. Paprikapulver ist ebenfalls reich an Vitamin C, was auch immunsystemstärkend ist!

Der würzige Geschmack von Paprika eignet sich perfekt für fleischähnliche Gerichte wie veganes Gyros oder vegane Döner. Auch z. B. ein orientalischer Bulgursalat, gegrillte Auberginen, Linsentaler oder alle möglichen Sorten von Kartoffeln, wie z. B. diese Fächerkartoffeln, lassen sich gut damit würzen. 

18. Petersilie

Petersilie ist ein Kraut, das oft frisch verwendet wird – es lohnt sich aber auch, die getrocknete Version daheim zu haben, denn man hat nicht immer Zugriff auf frische Petersilie! Petersilie enthält viele Vitamine, wie z. B. Vitamin C, Vitamin K und B-Vitamine, sowie Mineralstoffe wie Eisen und Calcium. Sie wirkt sich positiv auf den Blutzuckerspiegel aus und wirkt auch antibakteriell. Sie wird gerne zu Kartoffeln, Getreide, in Suppen, Quark-, Joghurt- oder Fleischersatz, oder in mediterranen Gerichten verwendet. Frische Petersilie wird auch gerne zum Garnieren von Gerichten genommen. Getrocknete Petersilie kann man aber übrigens für eine kurze Zeit in kaltem Wasser einweichen, damit sie wieder ein Aroma entfaltet, das näher an das des frischen Krauts herankommt! Das kann also im Zweifelsfalle gemacht werden – deswegen lohnt es sich echt, das getrocknete Kraut einfach in der Sammlung zu haben!

Die Einweich-Methode könntest du z. B. bei diesem veganen Sabich, einem leckeren israelischen Sandwich, austesten, genauso wie bei einem mediterranen Tabbouleh-Salat oder Knoblauchchampignons. Auch in die klassische orientalische Auberginencreme Baba Ghanoush gehört Petersilie! Eine Kartoffelsuppe oder jedes andere Kartoffelgericht kannst du auch wunderbar mit Petersilie, ob frisch oder getrocknet, würzen; auch einfache Ofenkartoffeln oder geröstete Kartoffelecken werden wunderbar dadurch ergänzt. Dazu würde dieser Joghurt-Dip, ebenfalls mit Petersilie, gut schmecken. Petersilie ist ein wirklich vielseitiges Kraut, das jede*r Veganer*in kennen sollte!

19. Pfeffer

Man kann gar nicht über Gewürze reden, ohne Pfeffer zu erwähnen – für die meisten ist er neben Salz ein absolutes Basic-Gewürz in der Küche. Darauf muss gar nicht groß eingegangen werden, denn jeder kennt ihn! Was allerdings vielleicht nicht jeder weiß, ist dass das altbekannte und beliebte Gewürz auch gut für die Verdauung ist!

Man kann damit kochen und auch fertige Gerichte werden mit etwas Pfeffer schön abgerundet. Du findest das Gewürz in so gut wie jedem herzhaften Rezept auf unserem Blog, demzufolge werden hier keine Gerichte aufgelistet – Pfeffer kennen ja die meisten und wissen, wie viel oder wenig sie davon in ihrem Essen mögen. Trotzdem darf er in einer guten Gewürzsammlung und deswegen auch in dieser Adventskalender-Liste einfach nicht fehlen! 

20. Rosmarin

Ein würzig-herbes Kraut, das man ebenso wie Petersilie sowohl getrocknet als auch frisch gut einsetzen kann, ist Rosmarin. Mit Rosmarin wird gerade im mediterranen Raum gerne gekocht. Er schmeckt gut, ist aber auch gut für den Kreislauf, die Durchblutung, die Verdauung und ist entzündungshemmend!

Damit kann man unter anderem leckere Zucchinibällchen oder eine Spargelpfanne zaubern. Auch Beilagen wie Kartoffeln, z. B. diese Smashed Potatoes, oder Polenta harmonieren sehr gut mit Rosmarin!

21. Salbei

Ein kräftiges Kraut, von dem nur ein kleines bisschen schon viel im Geschmack eines Gerichts ausmacht, ist der Salbei. So wie viele andere Kräuter auf dieser Liste ist er nicht nur zum Kochen geeignet, sondern wird auch als Heilpflanze verwendet, denn er wirkt entzündungshemmend und antibiotisch; er wird oft gegen Erkältungen eingesetzt.

Gerade im Mittelmeerraum wird viel damit gekocht; er eignet sich gut für Fleischgerichte, aber auch in der veganen Küche kann man ihn wunderbar einsetzen – z. B. zusammen mit dem gerade erwähnten Rosmarin zur Würzung von mediterranen Polenta-Pommes oder klassischem Ratatouille.

22. Safran

Ein etwas exotischeres Gewürz, das ich jedem wärmstens empfehlen kann, ist der Safran. Er ist zwar teuer, dafür braucht man aber nicht viel von ihm auf einmal, weil er unglaublich aromatisch ist und den Gerichten, in denen er eingesetzt wird, dazu noch eine kräftige gelbe Farbe verleiht – obwohl die unverarbeiteten Safranfäden rot sind! Safran ist schmerzlindernd, entzündungshemmend und ihm wird sogar eine antidepressive Wirkung zugeschrieben.

Safran wird z. B. in orientalischen, asiatischen (gerade indischen) und afrikanischen Gerichten viel verwendet, doch auch in einer leckeren Paella oder einem schmackhaften Risotto macht er sich super! Unser toller Safran-Reis ist z. B. eine sehr schöne Beilage zu indischen Gerichten, die nicht nur gut schmeckt, sondern auch toll aussieht.

23. Thymian 

Thymian ist ein leckeres Kraut, dessen ätherische Öle ihm eine etwas bittere, würzige Note verleihen, die aber in vielen Gerichten erwünscht ist und sie geschmacklich gut ergänzt! Thymian eignet sich gut für z. B. Pilze, Kartoffeln oder Pastagerichte, Tomatensaucen, Suppen und Fleischersatzgerichte. Auch Thymian kann man sowohl frisch als auch getrocknet und gerebelt verwenden – dabei muss man lediglich beachten, dass die getrocknete Version viel intensiver ist und daher nicht so viel davon genommen werden muss, falls man frischen damit ersetzt. Auch diesem Kraut wird eine heilende Wirkung zugeschrieben: Es soll antibakteriell, entzündungshemmend und schleimlösend sein, perfekt also auch für die typischen Erkältungsmonate, in denen wir uns befinden.

Wie wäre es mit einem veganen Burger aus Tofu, diesem leckeren Pilz-Nudelgericht mit „Fleisch“-Bällchen oder einer gefüllten Paprika? Auch diese Zucchini-Spinat-Suppe oder diese winterliche Maronensuppe werden mit Thymian verfeinert!

24. Zimt

Und zu guter Letzt: Das allerwichtigste Gewürz, das im Dezember natürlich nicht fehlen darf: Zimt! Süßlich, würzig und aromatisch: Das Zimt-Aroma macht für viele die Weihnachtszeit aus und viele Rezepte und Backwaren werden gerade in dieser Zeit damit verfeinert. Neben seinem einzigartigen, traumhaften Geschmack, wirkt sich Zimt noch positiv auf den Appetit, den Darm und den Cholesterinspiegel aus und hilft gegen Erkältungssymptome. 

Wie wäre es mit einem leckeren Apfelkuchen oder Crumble, die die beliebte Apfel-Zimt-Kombination zum Vorschein bringen? Oder doch eher einen zimtigen Tassenkuchen oder eine individuelle Zimtschnecke, wenn es mal schnell gehen soll? Zimt eignet sich außerdem nicht nur für Backwaren (gerade weihnachtliche – schau doch mal in unsere Weihnachtskategorie), sondern auch für den Immunsystem-Kick am Morgen mit dem Frühstück, z. B. mit Baked Oats. Oder streue doch einfach etwas Zimt über deinen morgendlichen Haferbrei! Mit Zimt kannst du auch einen leckeren weihnachtlichen Snack zaubern, den du nun nicht mehr nur am Weihnachtsmarkt kriegst: gebrannte Mandeln! Auch für vielerlei herzhafte Gerichte wie Currys lässt sich Zimt wunderbar einsetzen – ein wirklich vielseitig verwendbares Gewürz, das wärmend und somit perfekt für den Winter ist.

Bonus: Hefeflocken

Hefeflocken, auch Nährhefe genannt, sind ein Würzmittel, das für viele Veganer*innen in der Küche fast so unerlässlich ist wie Salz. Ich würde Hefeflocken nicht in dieselbe Kategorie packen wie alles andere auf dieser Liste, deswegen stehen sie hier nochmal getrennt, aber sie sind ein extrem vielseitiges, schmackhaftes Produkt, das gerade vielen veganen Gerichten einen Extra-Kick verleiht. Sie schmecken kräftig, nussig und sogar käsig und werden deswegen gerne als Käseersatz genommen, z. B. anstelle von Parmesan einfach nur über Nudeln gestreut (oder man macht veganen Parmesan damit), oder etwa in veganem Käse oder Käsesaucen verarbeitet, wie bei diesem Dip oder diesem veganen Mac and Cheese. Doch auch nicht-käsigen Gerichten verleihen Hefeflocken eine leckere, geschmacksverstärkende Note, die wirklich viel ausmacht – hat man sie einmal probiert, kann man sie in der Küche nicht mehr wegdenken! Sie fungieren auch gut als Bindemittel. Man sollte allerdings beachten, dass die Hefepilze durch den Herstellungsprozess der Flocken inaktiv gemacht werden und somit keine Treibkraft mehr enthalten – man kann Hefeflocken also nicht anstelle von Hefe zum Backen verwenden!

Ein weiterer Vorteil von Hefeflocken ist, dass sie extrem reich an Vitaminen und Mineralstoffen sind – mehr dazu kannst du in unserem Beitrag über das tolle Würzmittel lesen. Viele Hersteller reichern ihre Hefeflocken auch noch mit Vitamin B12 an, was für Veganer*innen vorteilhaft ist, da sie es sonst nicht über das Essen bekommen – die Hefeflocken sind allerdings nicht immer angereichert, also muss beim Kaufen darauf geachtet werden, falls man das möchte. Doch Vorsicht: Auch der Anteil von Vitamin B12 in angereicherten Hefeflocken reicht nicht aus, um den Tagesbedarf zu decken – man sollte es also auf jeden Fall supplementieren.

Hefeflocken gibt es in Biomärkten und Reformhäusern zu finden, sowie online, aber auch immer mehr konventionelle Supermärkte nehmen sie ins Sortiment!

Und somit sind wir am Ende dieser ausführlichen Liste angekommen. Wir hoffen sehr, dass sie dir einen guten Überblick über wichtige Gewürze verschaffen konnte – ob du das Wissen nun für dich selbst behalten möchtest oder, wie vorgeschlagen, einen liebevollen Adventskalender voller Gewürze für eine dir nahestehenden Person basteln möchtest, das ist komplett dir überlassen. Wir von Hello Vegan wünschen auf jeden Fall eine ganz tolle Adventszeit voller aromatischem, wärmendem Essen und hoffen, dass wir eine gute Inspirationsquelle sein konnten und können!

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